Content Marketing ist in Österreich angekommen!

01.09.2011 13:12:00 (Kommentare: 0)

...zumindest mit einem ersten Artikel in einem Fachmedium - Etat.at

We Are All Publishers Now - Joe Pulizzi Content Marketing
                                                          We Are All Publishers Now - Joe Pulizzi Content Marketing

Der heutige ERSTE Bericht über CONTENT MARKETING veranlasst mich dieses Thema noch einmal zu behandeln.

(Link zum Artikel: http://derstandard.at/1314652707948/Lockmittel-Content-Marketing-als-neues-Betaetigungsfeld-fuer-Anwaelte-und-Redakteure)

1999 gründete ich mein erstes Unternhemen. Sein Name: Content Marketing & Service GmbH. Um die Story abzukürzen - nein - es gibt dieses Unternhemen heute nicht mehr.

Wir kamen allesamt aus dem Mediengeschäft. Internet war damals - übrigens wie heute - ein ganz großes Thema. Klar, es war neu und sexy und man konnte so schnell so erfolgreich damit werden. Wir alle kennen die Geschichte. "Bubble Burst". Nur dass die einzige Bubble die geburstet war, die Finanzbubble war. Und wie wir heute auch wissen - die "burstete" seit dem noch ganz schön oft.

Und weil wir aus dem Mediengeschäft kamen, auch aus dem Medien Marketing Geschäft - sozusagen von der anderen Seite des Tisches als die klassischen Werber und Marketiers, die für gewöhnlich ihre Strategien darauf aufbauten, dass es Leute wie uns im Mediengeschäft gab, die durch "Content" (Programm) dafür sorgten, dass sie mit ihren Werbebotschaften "Huckepack" auf unseren Reichweiten mitsurfen konnten, dachten wir:

"Wenn also heute jemand im Internet etwas publizieren will, dann wird das wohl Content sein müssen." Denn "Werbung" hat sich bislang ja noch keiner "on demand" besorgt.

Ergo: das Internet bot seitdem jedem, der etwas zu erzählen hatte die Chance, sein Publikum zu finden, ohne die "Mautgebühr" der Medienunternhemen bezahlen zu müssen (heute macht es Social Media noch leichter) .

Und so ist es auch. Voraussetzung war lediglich, dass man beginnen musste seine eigenen Geschichten zu erzählen. Diese Geschichten mussten das Interesse der Menschen wecken. Dies bedeutete aber, dass man wissen musste, wie man Medien erzeugt und diese "vermarktet".

Und, was noch viel wichtiger ist, die Geschichten mussten originär und authenitsich sein, also glaubwürdig und kompetent.

Und so ist es eben bis heute. Social Media hat diese Situation nur verstärkt. Jedes Kind weiss heute, dass man im Social Media Kommunikationsgeschäft völlig abstinkt, wenn man "Werbung" damit macht.

Es ist Kommunikation, Konversation, es ist das Aufbauen von zwischenmenschlichen Beziehungen, deren Pflege und - das ist das wichtigste - das Aufbauen von wechselseitigem Vertrauen.

Vertraut eine "Liker", "Fan", Follower, "Friend" nicht dem Absender einer Botschaft, wird diese im besten Fall ignoriert, im schlimmeren Fall fliegt man schneller aus der "Freundesliste" als man reingekommen ist.

Jeder kennt Spam. Jeder empfindet Spam als lästig und beinahe bereits als eindringen in die ganz persönliche Privatsphäre. Und so verhält es sich eben auch mit brutalen werblichen Botschaften im Netz und in den Social Media Communities.

"Quäl' mich bitte nicht mit dem selben Sch.... wie im TV! Da schalt' ich ohnehin weg!
Und wenn ich mir freiwillig - on demand - etwas suche, dann will ich sicherlich nicht mit Werbebotschaften zugespamt werden bevor ich nicht das gefunden und konsumiert habe, was ich gesucht habe!" 

Hand auf's Herz: Denken Sie als Nutzer (privat) nicht genau so?

Fazit: Wenn ich also im New Media Bereich nachhaltig erfolgreich, glaubwürdig und authentisch sein möchte, dann werde ich nicht umhin kommen das zu tun, was Medienleute tun und beherrschen.

Glauben Sie nicht?

Frage: zählen Sie mal die erfolgreichsten Webangebote auf, die Sie kennen!

Und? Wieviele Markenartiklerseiten, Handelskettenseiten, Bankenseiten, Versicherungsseiten sind da wohl darunter?

Welche Seiten und Services benutzen Sie regelmäßig (und freiwillig)?

Nach der Eigenbeantwortung dieser Frage stellen Sie wahrscheinlich fest, dass Sie Seiten und Services benutzen, die Ihnen irgend einen Nutzen stiften. Sei es Information, Unterhaltung, Hilfestellung oder Ihnen bei der Suche nach einer Lösung helfen. Und neuerdings auch - Social Media - also Services die ihre Kommunikation unterstützen.

Es ist also naheligend, dass man Medien-Know-how haben sollte um nachhaltige Erfolge und Kundenbindungen aufzubauen. CRM Tools können Ihnen dabei kaum helfen, außer Sie haben Content und eine Story mit der Sie und über die Sie eine Customer Realtionship aufbauen können. 

  • Technik, also Programmierungen & Co sind ihr Werkzeug. 
  • Bunte schöne Bildchen und Design sind Ihr Anzug (ob das gefällt ist Geschmackssache und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten).
  • Usability ist Ihr Schlüssel.
  • Und Content ist Ihr "Benzin". Denn nur der führt dazu, dass Sie nach einer initialen "Kampagne" über die eigene "Reichweite" und die daraus entstehenden "Weiterempfehlungen" (Viral- und Social Media Effekte) nachhaltig wachsen und nachhaltige Kundenbindungen aufbauen können.

Beispiel: Die Stammkundschaft in einem physischen Geschäft, die Sie ob ihrer Zufriedenheit immer weiter empfiehlt. Und wir alle wissen: die beste Werbung, die beste und nachhaltigste Marketingaktion ist die Weiterempfehlung eines zufriedenen Kunden (Nutzers) an einen anderen (der diesem empfehlenden Nutzer vertraut).

Durch diese Weiterempfehlung "verbürgt" sich der Empfehlende gleichsam für Sie. Und was gibt es wohl schöneres? Wie viel Vertrauen kann einem ein Kunde (Nutzer) wohl schenken? Es bringt aber auch Verantwortung mit sich. Verantwortung guten Content anzubieten.

Zusammengefasst:
Content Marketing ist also nichts anderes, als dass man über seine Kunden und potentiellen Kunden nachdenkt, darüber, was diese interessieren und/oder brauchen könnten um ihr Leben einfacher, bequemer oder unterhaltsamer gestalten zu können und ihnen diese Inhalte bietet.
Bleiben Sie mit Ihrer Marke im Hintergrund. Fungieren Sie als Absender. Und Sie werden der "Freund" Ihrer Kunden!

Dieser Job ist jedoch ein völlig anderer als Werbung und klassisches Marketing, wie man es bisher kennt. Nicht marktschreierisch, nicht vordergründig verkaufsorientiert.

Wer eine schöne Frau trifft, fragt sie auch nicht plump, ob sie mit ihm ins Bett steigen will. Man führt sie aus, hofiert sie, trägt ihr die Koffer, unterstützt sie und versucht, ihr Leben einfacher, bequemer und unterhaltsamer zu gestalten. Diese schöne Frau sind Ihre Kunden.

Es ist eine Mischung aus journalistischem Handwerk und Mediengestaltung. Wir sprechen nicht mehr vom Stress, in 30 Sekunden ihre Botschaft vermitteln zu müssen, weil jede Sekunde unendlich teuer ist. Und nicht von wunderschönen emotionsvermittelnden Bildern die versuchen, auf ganzen Anzeigenseiten nicht überblättert zu werden.

Wir sprechen von Ihrer Konversation mit Menschen, auf die diese am liebsten nicht mehr verzichten möchten sollen.

That's Content Marketing!

Für alle die mehr wissen wollen: kontaktieren Sie uns!

(Durch's Reden kommen d'Leut zam und Fragen kostet ja auch bekanntlich nichts. Sie haben den Kaffee, wir bringen den Kuchen!) 


(Autor: Roland Ernst Nikitsch

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