Conversion vs. Distribution

06.08.2011 14:44:00 (Kommentare: 0)

oder: vom Versuch ein Kamel durch ein Nadelöhr zu zwängen.

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                                         David Bullock und Brent Leary setzen für ihre Kunden erfolgreich die Barack 2.0 Strategien um.

Ebenso bekannt wie das Zitat von Bill Clinton ist wohl der davon abgeleitete Satz "It's the Content, Stupid!"

Doch immer noch versucht die Kommunikationswirtschaft, ihre Werbeformen zu "zweipunktnullen" und ihre Online Aktivitäten durch die Integration von Social Media Bookmarks zu "dreipunktnullen".

Aber worum geht es wirklich? Und was ist der Schlüssel zum Erfolg mit all diesen neuen Medien-Dingen? Was ist dran an dem Ding mit dem Markeding und dem zweipunktnull-Dings-Bums?

Im wesentlichen geht es um Inhalte - eigentlich nichts neues. Es geht um "Social Media" - kennen Sie auch schon. Und es geht um Conversion - eh klar, Google und SEO und SEM Hokus Pokus.

Was unterscheidet Google grundsätzlich von seinem Mitbewerb? Ganz einfach: Google, oder besser seine Gründer, stellten die These auf, dass Relevanz damit zu tun hat, wie oft andere davon reden. Soll heissen: je öfter ein z.B. Autor im universitären Bereich in Arbeiten von anderen zitiert wurde, desto relevanter musste also sein Text (Content) sein.

Umgelegt auf das Netz verhält es sich also genau so. Je öfter ein Content, Website, URL, etc." zitiert" also verlinkt wird, umso relevanter muss er wohl sein. Stichwort: Backlinks.

Der entscheidenste ALLER Faktoren für ein anständiges Google Ranking (neben den handwerlich halbwegs sauber erstellten Quellcodes) ist also der Backlink Faktor. Damit wollen wir es in diesem Artikel zum Thema Google aber auch belassen, SEO, SEM & Co sind ein eigenes Thema, dem wir uns in einem eigenen Artikel widmen werden.


Zurück zum Content, zurück zum Barack 2.0 Prinzip:

Das, was die Menschen interessiert, sind Inhalte. Welcher Natur, Provenienz und welchen Genres auch immer. Das beweisen ALLE erfolgreichen Websites, YouTube Kanäle und erfolgreich geführten Facebook Communities.

Erfolgreich sind die Inhalte, die nicht mit "knackigen" Werbebotschaften versuchen den Nutzer zu "belästigen", sondern diejenigen, die durch ihre Originalität und Authentizität und ihren individuellen Nutzen den User zu einer regelmäßigen "Konsumation" dieser Inhalte bewegen.

Inhalte (Contents) dienen also zum Aufbau einer "Beziehung" (Parallele in die "Old Media" Welt: Relationship Marketing).

Aus dieser Beziehung entsteht eine Kommunikation und aus der Kommunikation genau das, was wir alle wollen: hohe Verweildauern, intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt und dadurch mit dem Absender und - was beinahe das wichtigste ist - der Nutzer wird zum "Botschafter" des Inhalts (Achtung: NICHT der Marke!!!) und nutzt seine Vertrauensbasis bei anderen Nutzern um diese Inhalte weiter zu empfehlen - Viral Marketing via Content (Marketing).

Der Dialog entsteht durch den Inhalt. (Parallele zu "Old Media": Customer Relationship Management).

Derzeit versucht man, Webseiten, Social Media Accounts und diverseste andere Instrumente dazu zu nutzen, sich selbst und die eigene Marke und die eigenen - leider schon allzu bekannten und vielleicht auch schon nervigen - Werbebotschaften an den Mann und die Frau zu bringen.

Genau das sollte unter ALLEN Umständen vermieden werden.

Kurz: Entweder man macht bessere Werbespots und Werbesujets, die so gut und einzigartig sind, dass Nutzer diese ob derer Genialität viral weiter verbreiten möchten, oder man beginnt originäre Inhalte (Contents) zu produzieren.

Anmerkung: Ersteres würde das Ende von international vorgegebenen Werbemitteln bedeuten und eine weit höhere Frequenz in der Werbemittelerstellung mit bedingteren Erfolgsaussichten, wie wir wissen.

Ein zweiter wesentlicher Punkt, der NIEMALS ausser Acht gelassen werden darf ist: Kampagnendenken ist in Neuen Medien völlig unangebracht, vor allem aber völlig erfolglos.

Die "Idee" von Kampagnen entstammt nicht zuletzt aus der "Not", teure Werbe(transport)kosten möglichst kosten- und aufmerksamkeitseffizient einzusetzen. Diese Notwendigkeit besteht in den neuen Medien nicht. Ganz im Gegenteil! Wenn man in den neuen Medien "besucht" werden möchte, dann muss man 365 Tage im Jahr etwas zu erzählen haben.

Jeder der einen Blog betreibt weiss das. Bloggt man mal ausserhalb des begonnen Zyklusses, oder mal gar nicht, fallen die Besucherzahlen rasant ab. Und wovon lebt der Blogger? Davon, dass seine Besucher ihn weiter empfehlen (mittels z.B. Social Media Bookmarks) und dadurch den Inhalt (Content) distribuieren.

Und wie wir wissen: das funktioniert!


Hier die 10 Regeln für die erfolgreiche New Media Strategie:
  1. Identifizieren des Contents, der zu einem passt (authentisch ist) und die gewünschten Emotionen, Informationen, Inhalte abbildet
  2. Identifizieren des geeigeneten und Mix der Content-Konfektionierung (Text, Text/Bild und VIDEO!!!!)
  3. Erstellung eines Content Konzepts (Redaktionsplanes)
  4. Aufbau einer entsprechenden Mannschaft (oder Identifikation eines geeigneten Dienstleisters) zur REGELMÄSSIGEN Content Erstellung
  5. Distribution des Contents über die affinen Communities unter Einsatz der Social Media Mechanismen
  6. Kontrolle der Akzeptanz der Inhalte in Form, Darstellung und Qualität (etwaige Adaptionen durchführen)
  7. Berücksichtigung der Feedbacks aus der "Cloud" und Einarbeitung des Nutzerverhaltens in die Contentstrategie
  8. I-PR, bedeutet: das Wecken der Aufmerksamkeit und das Interessse der (Fach)Journalisten und Blogger
  9. Akzeptanz der Kommunikations- und Informationsgewohnheiten der Nutzer - vermeiden Sie in jedem Fall jeden Versuch, Nutzer aus z.B. Facebook auf Ihre Website zu konvertieren!!!! Das verärgert und funktioniert nicht. Stellen Sie den Nutzern Ihren Inhalt dort bereit, wo die Nutzer sind. Machen Sie es den Nutzern leicht und bequem.
  10. Bedienen Sie alle Kanäle entsprechend derer Nutzungseigenschaften und konfektionieren und selektieren sie die Inhalte (Contents) entsprechend dieser Vorgaben
Ein Tipp: entkoppeln Sie den Neuen Medienbereich vom klassischen "Marketing Gedanken". Alle hierzu erforderlichen handwerklichen Anforderungen entsprechen dem eines Publikums- bzw. Fachmediums (in Wahrheit produzieren Sie ein Medium). Marketing Know-how benötigt ein Produkt. Marketing-Know-how kann ein Produkt erfolgreich vermarkten. Ihr Produkt im Neuen Medien-Bereich ist Inhalt (Content). 

Sie wollen mehr wissen? Hier zu unseren Kontaktdaten... 


(Autor: Roland Ernst Nikitsch)

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