Der Pirat steckt in jedem von uns!

19.06.2012 18:16:00 (Kommentare: 0)

Was können wir von den Piraten lernen?

              ZDF Zoom: Der Piraten-Hype - Geht Politik auch anders?
                                             ZDFzoom: Der Piraten-Hype - Geht Politik auch anders? (click to play)
 
Geringe Wahlbeteiligungen. Vermeintliches Desinteresse an politischem Geschehen. Kaum Initiativen zur Mitgestaltung und die Jugend - ja, die Jugend, die interessiert sich ohnehin nur fürs Party machen und für Konsum!
 
Falsch. EIner der wesentlichsten Aussagen in der gestrigen ARD Dokumentation "Der Frühling der Piraten: Erst meutern. Dann regieren?" barg eine Kernaussage in sich: "Vielleicht wird es die Piratenpartei irgendwann nicht mehr geben. Darum geht es aber überhaupt nicht. Es geht darum diese Ideale und diese Art und Weise Demokratie zu leben und das das auch weiter umgesetzt wird...." sagt ein junger Mann, offenbar Wähler der Piraten und wahrscheinlich auch MItglied der Piraten.
 
Was lernen wir daraus?
 
Die Zehn Gebote für jeden, der politisch erfolgreich sein möchte:
 
1) Das Vertrauen (in die Politik und in unsere politischen "Systeme") besteht nicht mehr.
2) Die Sehnsucht nach "Werten" - Idealen und dem Versuch danach zu leben ist groß.
3) Es ist nicht wichtig, ob die Partei X oder Y das umsetzen kann, was sie behauptet, verspricht oder proklamiert, es ist wichtig, das man es ihnen glaubt, dass sie es leben und mit aller Anstrengung versuchen, auch wenn man dabei scheitert.
4) Das bedeutet: Authentizität ist wichtig und dadurch entstehende Glaubwürdigkeit.
5) Es ist wichtig, dass man es versucht, nicht dass man es schafft.
6) Es soll sich etwas bewegen! Scheitern ist erlaubt!
7) Man will wieder "glauben" können und "vertrauen" können, auch wenn es nicht immer klappt.
8) Man möchte sich "gehört" und "Gut vertreten" fühlen.
9) Der Wunsch nach einfacher, verständlicher und vor allem menschlicher Politik, oder einem entsprechenden Zusammenleben steht im Vordergrund.
10) Es geht um Menschen, um Existenzen, um menschliche Bedürfnisse - keine Sau sehnt sich nach pseudo rationalen oder pseudowissenschaftlichen Erklärungen. Gebt uns etwas, das wir verstehen können. Viel wichtiger: gebt uns etwas wofür wie Verständnis haben können!
 
Man kann Mitlied in der SPÖ, oder auch der ÖVP sein. Man sollte aber nicht unter 45 jahre alt sein und man sollte sich schon gar nicht den Anstand bewahrt haben und man sollte es auch nicht nötig haben seinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen.
 
Im Idealfall hat man rote oder schwarze "Muttermilch" schon im Kleinkindalter bekommen, entstammt einer langen Parteitradition und hat das Glück, dass sich die eigenen Eltern schon ihr Leben lang (mehr oder weniger erfolgreich) in den unterschiedlichen Vorfeldorganisationen "hochgedient" haben. Dann kann man all das erben und ist mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ganz gut "versorgt".
 
Tritt man jedoch dumm und naiv bei, weil man engagiert ist, stellt man rasch fest: Reden tun wir mit Dir gerne. Einmal. Aber dann ist auch gut!
 
Man ist höflich, nett und tut interessiert. Danach: Tauchstation, oder: beinhartes ignorieren. Es ist schlicht weg nicht gewünscht, dass jemand hier die Kreise stört, da sie mühsam aufgebaut und in fester Hand sind. Frische Ideen? Brauchen wir nicht. Professionelle Mitarbeit in irgendeinem Bereich: stört nur. Verstehe: es ist alles ordentlich aufgeteilt und so soll es auch bleiben!
 
Kein Wunder, dass ein H.C. Strache und eine FPÖ heute eigentlich nichts anderes zu tun hat um erfolgreich zu sein als - ja was eigentlich? - NICHTS!!! Man setze sich an den Fluss und warte bis die Leiche des Feindes vorbeischwimmt. Und sie schwimmen vorbei! Und diese Leichen, respektive die Toten sind nicht eines natürlichen Todes gestorben! Nein, ganz im Gegenteil, sie haben sich entweder selbst gerichtet, oder werden von ihren Kollgen gerichtet (meist weil sie den Bogen überspannen und man sie nicht mehr decken kann und keine Schulter breit genug ist um sich vor sie zu stellen und sie dahinter verschwinden zu lassen).
 
Sei es drum. Zurück zu den Piraten. Sie erfüllen eine Sehnsucht, eine Hoffnung. Im Übrigen eine ganz natürliche und vor allem eine, die bei jungen Menschen - wahrscheinlich altersgenetisch bedingt - vorhanden ist.
 
Tun sie das nun, weil sie besser sind als die Großparteien, weil sie intelligenter sind, oder weil sie die besten und durchtriebensten Spin-Doktoren engagieren? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich sind sie einfach wie sie sind.
 
Fazit: Liebe Großpareien! Habt keine Angst vor Persönlichkeiten, keine Angst vor Menschen in den eigenen Reihen die ob ihrer Authentizität und ihres (vielleicht natur gegebenen politischen) Talentes vom Wähler geliebt werden und euch (uns) zum Wahlsieg führen. Menschen wie die haben kein Interesse Euch eure Macht und eure Posten weg zu nehmen! Die wollen wirklich nur etwas bewegen!
 
Und wie wir alle wissen: Bewegung ist gesund!
 
Ich wünsche mir - das geht an die Partei deren Mitglied ich bin - lernt von den Piraten, macht es genau so gut, wenn nicht besser und gebt mir wieder einen Grund euch zu wählen!
 
(Autor: ein einfacher Bürger, ein einfache Parteimitglied Roland E. Nikitsch)

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