Gastkommentar

21.01.2011 11:23:00 (Kommentare: 0)

Jedem seine ganz persönliche Werbung - Das Internet macht`s möglich

Mag. Maurizio Berlini, GF Goldbach Austria GmbH tl_files/Blog/Video_Stills_Blog/Gastautoren_Bilder_Logos_Beitrag/logo-media.gif

 

 

 

 

 

 

Zur Person:
Mag. Maurizio Berlini ist einer der wenigen Experten mit über 25 Jahren einschlägiger Erfahrung in den Bereichen New Media, klassische elektronische Medien, Markenartikelindustrie und Telekommunikation. Als Geschäftsführer des führenden Cross-Media Vermarkters Österreichs bringt er sein profundes Branchen- und Kommunikationsdisziplinen übergreifendes Fachwissen und seine jahrzehntelange Erfahrung in die erfolgreiche Entwicklung des Österreichgeschäftes ein. Berlini arbeitet im Tagesgeschäft mit international standardisierten Instrumenten die heute bereits die Informationen über Nutzer und ihr Verhalten liefern, derer sich die Medienbranche bis heute weitgehend nicht bedient.
 
Steckbrief:
Mag. Berlini ist ein europaweit anerkannter Spezialist in den Bereichen Consumer Marketing, Telekommunikation, Fast Moving Consumer Goods, Media und New Media und kann auf über 25 Jahre operative Expertise in der gesamten Wertschöpfungskette von Werbung zurückgreifen.
 
Seine Karriere begann Berlini nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniverität Wien bei Minolta, wechselte 1993 als Category Product Manager zu UNILEVER-Elida Fabergé, war von 1996 bis 1998 Direktor für Werbung bei max.mobil, Geschäftsführer eines der ersten Privatradios Österreichs (Rpn), Geschäftsführer der Kabel New Media Wien, Geschäftsführer Marketing von Hutchison 3G, Geschäftsführer der ZenithOptimedia und ist seit 2009 wieder Geschäftsführer der Goldbach Austria, Goldbach Media Austria und der Goldbach Audience Austria.
 
Werbetreibende schließen allein vom Umfeld, z.B. in einem TV Sender bzw. bei einem Programm, auf eine bestimmte Zielgruppe.
 
Anhand der Werbeblöcke rund um „Desperate Housewives“ entsteht etwa der Eindruck, man erreicht in diesem Umfeld ausschließlich Frauen im besten Konsumalter für Kosmetikartikel und Diätprodukte.
 
Oder umgekehrt: diese Zielgruppe tut nichts  anderes als sich diese oder ähnliche TV-Serien anzusehen.
Vielleicht einmal eine „Club 2“- Diskussion? No way!
 
Bisher gelang es noch keinem Medium auf das konkrete Verhalten und die aktuellen Interessen der Zielpersonen einzugehen und diese Informationen für die Auslieferung von Werbebotschaften zu nutzen.
 
Das Internet hat wieder einmal die Nase vorne und ermöglicht - dank innovativer Technologien - genau das.
 
Streuverluste gibt es damit praktisch nicht mehr. Das Zauberwort dazu lautet: Behavioral Targeting.

Dank Behavioral Targeting erreichen Werbetreibende punktgenau die gewünschten Zielgruppen, die anhand von Interessen und Affinitäten der Internetuser über klar definierte Algorithmen ermittelt werden.
 
Auf Basis effektiv gemessenen Surfverhaltens, kombiniert mit soziodemografischen und psychografischen  Daten aus Umfragen oder Profilangaben, werden User plan- und buchbaren Segmenten zugeordnet, auf die dann Werbung gezielt ausgeliefert werden kann.
 
Das Großartige dabei: es handelt sich nicht um eine statische sondern um eine dynamische Segmentierung, d.h. sobald ein User sein Nutzungsverhalten aufgrund eines neuen Lebens- oder Konsumzyklus verändert, wird er einem passenden neuen Segment zugeordnet.
 
Zielgruppen können mit Behavioral Targeting nicht mehr nur innerhalb eines thematischen Umfeldes, sondern aufgrund ihrer Interessen und Surfverhalten auch über die Grenzen einzelner Inhalte oder Websites hinaus angesprochen werden - auch wenn sie sich einmal dort aufhalten wo man sie gar nicht vermutet.
 
Die eine oder andere „verzweifelte Hausfrau“ erhält also auf ihr Interessensprofil abgestimmte Online Werbung auch wenn sie sich im Netz einmal über Börsenkurse informiert oder die Sportergebnisse anschaut.
 
In Österreich steckt das Thema Behavioral Targeting noch in den Kinderschuhen und der Markt hatte bisher noch keine Gelegenheit das „Zaubermittel“ umfassend einzusetzen und sich von dessen Vorteilen zu überzeugen.
 
Klar ist, dass Behavioral Targeting seine vollen Möglichkeiten nur bei großen Netzwerken und Vermarktern entfalten kann, die neben der benötigten Reichweite an heterogenen Userprofilen auch Zugriff auf das nötige Know-how haben, um das hochinteressante aber zugleich komplexe Thema abzuwickeln.
 
Die Karten für Behavioral Targeting stehen jedenfalls gut, der Trend wechselt vom umfeldbezogenen hin zum nutzerbezogenen Online Marketing.
 
Das beweisen auch die aktuellen Entwicklungen in den USA. Hier wird bereits mehr als 30% der Online-Werbung über Behavioral Targeting gesteuert - Tendenz stark steigend! 
 
Und es ist einmal mehr das Internet als Werbemedium, das Markenbotschaften näher und zielgerichteter an den Kunden bringt und so Streuverluste für die Werbewirtschaft der Vergangenheit angehören lässt.
 
Fazit: Qualität und Quantität bei Kontakten müssen nicht unbedingt im Widerspruch zu einander stehen und es muss auch keine Entscheidung zwischen dem einen oder dem anderen Merkmal getroffen werden. Und denken wir nicht nur an „Werbung“ auf Interetseiten, sondern weiten diesen Gedanken auf Smartphones, Tablets und Internet TV aus, so werden die heutigen Einsatzmöglichkeiten in der professionellen New Media Werbeplanung transparent.
 
Die Pros und Contras dieses neuen Marketing Trends seien fairer Weise in den nachfolgenden Videos dargestellt.
 
Fakt ist: unter der Voraussetzung des respektvollen und verantwortungsvollen Umgangs mit jeder neuen Technologie, die das Leben von wirtschaftstreibenden und Privatpersonen erleichtern, wird der Siegeszug von Behavioral Targeting nicht aufzuhalten sein.
 
Autor: Maurizio Berlini, Goldbach Austria GmbH

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