Interaktive Medien, Social Media: worum es wirklich geht!

05.07.2012 11:53:00 (Kommentare: 0)

Is it all abot "likes", interactivity and feedback, or is it more an involvment thing?

Futurist Gerd Leonhard discusses the future of media, content and entertainment at Media Future Week 2011 in Almere.

Medienhistorisch betrachtet sind all diese neuen Dinger wie Internet, Social Media und "On Demand" Medien, also alles, was sich eines Rückkanals bedient, sehr junge Entwicklungen.

Kaum eine Mediengattung hat in der Vergangenheit ein ähnliches Wachstum, eine ähnliche Akzeptanz und Beliebtheit bei seinem Publikum in so kurzer Zeit erreicht wie die IP-basierenden Informationen (Medien / Services).

Kaum eine Mediengattung brachte jemals in diesem Tempo immer neues unters Volk und kaum eine Generation zuvor war so flexibel in der Akzeptanz und Nutzung solcher Innovationen wie die derzeitigen Generationen.

Aber: genau so schnell, wie wir Dinge zu nutzen beginnen, stellen wir unsere Nutzung auch wieder ein.

Einer der wesentlichsten Gründe hierfür sind die "Attention Peaks" die "Neues" naturgemäß neugiergetrieben erzeugt.

In weiterer Folge setzten sich die Dinge durch und bleiben nachhaltig im "Medienkunsumportfolio" der Menschen, die ganz praktischen Nutzen stiften.

Solche Services und Produkte, die das Zeitinvestment der Konsumenten zur Beschäftigung mit diesen Dingen als "sinnvoll und nützlich, oder unterhaltend" erscheinen lassen.

Alles also, was bei jedem von uns das subjektive Gefühl hervoruft, dass die Zeit, die wir nun mit "XY Tätigkeiten" verbringen im Eintausch mit dem, wie wir zuvor diese Stunden verwendet haben, ein guter "Tausch" war, ja im Idealfall wir gar nicht mehr wissen, wie wir zuvor diese nun neu verwendete Zeit verbracht hatten.

Wir entwickeln uns gerade weiter. Auch die Medien tun das. Derzeit aber oft unbewusst. Bislang waren wir es gewohnt unsere Informationen und Inhalte zu "broadcasten", also zu "pushen" - zu "senden". Wir "sandten" an den Endverbraucher und der "konsumierte".

Bislang nutzen wir die bestehenden Technologien in Wahrheit nicht viel anders. Wir "senden" immer noch. Der Nutzer "konsumiert" uns (immer noch), diesmal aber "on demand", also dann, wann er unsere "Sendungen" abholt. Der zeitlich versetzte, individuelle "Abruf" und "Konsum" unserer Produkte bestimmt nach wie vor unser Denken und unsere Arbeitsweise.

Zeitliche und endgerät-gesteuerte Fragmentierung ist die Folge.

Social Media "verwenden" wir "Absender" (Medien) beinahe ausschließlich um "Fans" zu sammeln und durch die "likes" unsere Informationen wieder auf die Pinnwände der Liker zu pushen.

Was tatsächlich passiert ist, dass kaum ein "Involvment" der "Liker" zu Stande zu bringen ist, also: wir versuchen eigentlich nicht die Liker und unsere Nutzer dazu zu bewegen sich auf uns und unsere Produkte (inhalte) einzulassen und sich zu involvieren.

Wie auch, sind unsere Produkte / Contents gar nicht für ein EInlassen, ein Involvement konfektioniert!

Tatsächlich tun sie das aber. Man lässt sich ein, man involviert sich. Und zwar ganz intensiv. Die Nutzer erzeugen Content. Im Social Web erzeugen die Nutzer ständig Content, egal ob sie sich auf diese Weise heute "unterhalten" oder ob sie Content über Content produzieren, also zu Contents anderer etwas kommentieren.

Wenn wir unsere Contents als Medienbetreiber heute intelligent distribuieren, und intelligente Distribution geht darüber hinaus, die eigenen Inhalte für jedes mögliche Device verfügbar zu machen, dann werden wir völlig neue Reichweiten erzielen können.

Diesen Teil - Content Distribution - habe ich im letzten Beitrag "Warum Google die Medienwelt verändert hat" angerissen.

Deshalb direkt zum "Involvment":

Viele Unternehmen schaffen es derzeit relativ erfolgreich "Likes" auf Facebook zu bekommen, unmengen an "Fans" auf ihren "Fanseiten" zu sammeln (Achtung: "sammeln" und leider nicht "VERsammeln", denn die "gurken" immer noch auf den eigenen Profilen und nicht auf der Fanpage rum, obwohl sie diese "geliked" haben).

Durch dieses "Like" hat mir der Fan nun die Türe zu seiner Pinnwand und potenziell zu den Pinwänden seiner Freunde geöffnet.

Er gibt mir nun die Chance ihn wann auch immer zu erreichen und wenn ich seine Aufmerksamkeit mit meiner Statusmeldung, die sich automatisch auf die Fan-Pinwand distribuiert bekomme, kann der Fan dann meine Statusmeldung "liken" und dann und dadurch öffnet er mir die Tür zu all seinen Freunden und deren Pinnwänden - und so weiter und so fort. (Viral-Effekt von Social Media)

Was aber derzeit noch gar nicht im Fokus aller "beruflich" auf Facebook und anderen Social Media Kanälen engagierten Unternehmen und Personen steht ist die Frage:
"Wie bekomme ich nicht nur das zweite "Like", wie bekomme ich den "Liker" involviert? Was muss ich tun im ihn dazu zu bringen, dass er sich mit meinem "Content" meinem Posting, meienr Statusmeldung genauso auseinadersetzt und sich aktiv involviert, wie er/sie das gerade mit den Statusmeldungen seiner Freunde tut?"

Wie also bekomme ich Facebook "Content Produzenten" (also Facebook User) dazu sich GERNE mit meinen Inhalten auseinander zu setzen und Content über meinen Content zu produzieren?


Das bedeutet für Medien:

Wenn ich es schaffe, meine Inhalte dahin zu bringen, wor die Nutzer sind, wenn ich es schaffe, die Nutzer dazu zu bringen durch ein "Like" mich auf weitere Pinnnwände zu distribuieren - wie bekomme ich nun die Nachhaltigkeit gebacken, die ausschließlich im "Involvment" in der Produktion individueller Contents über meinen Content besteht?

Entwickelt man Strategien hierfür, aber nicht nur für Facebook, dies betrifft auch Kommentare und alle anderen Social Media Kanäle neben Facebook, wird man erfolgreicher sein können, als man das jemals zuvor war.

Man wird näher und enger an seinem Publikum sein als man das jemals konnte.

User Generated Content kann also im Idealfall etwas ganz anderes sein:
nämlich User Generated Content über meinen Content, sich also auf meinen Content beziehend.
 
Führt man diesen neuen Content im Kreis wieder zu sich zurück, geht man selber darauf ein (in seinem Medium ein) und beginnt so eine Kommunikation mit den Nutzern, in der die Nutzer ganz tief, aktiv und persönlich eingebunden werden.
 
Man erzeilt den Effekt, dan wir aus den klassischen Medien kennen erreicht: "15 Minuten Ruhm im Leben jedes Menschen!"
 
Wir erreichen das, wovon Medien leben, nämlich dass wir zum Gesprächsstoff, Gesprächsinhalt und Thema in persönlichen Gesprächen zwischen unseren Nutzern werden und somit erreichen wir Relevanz im Leben unsere Nutzer.
 
Nichts neues eigentlich.

Fazit: Involviere Deine Nutzer, kommuniziere mit ihnen dadurch, dass Du sie über Dich kommunizieren lässt und produziere Du wieder Content über den Conten der Nutzer die Content über Deinen Content produziert haben.

(Autor: Roland E. Nikitsch)

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