Literatur 2.0 - Fritz Lehners "Margolin" - Schauen Sie sich das an!

05.07.2012 15:59:00 (Kommentare: 0)

Das wahrscheinlich einzigartigste und innovativste Literaturprojekt der letzten Jahre!

Bislang kennen wir als einzige Innovation der Litaeraturdarstellungsformen 2.0 das eBook. Autoren schrieben bereits den einen oder anderen "Online-Roman", tatsächlich neue Formen die neue Leseerlebnisse hervorufen konnten waren jedoch bislang noch nicht dabei.

Das ist nun anders.

Literaturfreunden und Krimnalromanliebhaber und begeisterte Leser von Thrillern sollten dieses einzigartige Literaturprojekt nicht verpassen. Fritz Lehners "Margolin", erschienen online im Seifert Verlag.

Nein, sie müssen den Roman nicht kaufen, ja, Sie können sofort zu lesen beginnen und nein, eigentlich lesen Sie nicht, Fritz Lehner zaubert einen Film in Ihren Kopf und führt Regie.

Was ist neu:

"Margolin" ist ein "Echtzeitroman". Der Autor erzählt in der Ich-Form aus der Perspektive des "Romanhelden". Das lesen entschleunigt ungemein und ob des "Non-Designs" der Web-Oberfläche "kippt" man in ein Buch, dass keines ist und in eine Geschichte, die man nicht liest sondern in einen Film, der nur im eigenen Kopf zu sehen ist.

Das spannenste, neben der Handlung, ist das völlig neue Leseerlebnis.

Erst gewöhnungsbedürftig, weil man es definitiv nicht gewohnt ist auf einer so "nackten" Oberfläche Webinhalte zu lesen und zu konsumieren, aber genau das scheint den Entschleunigungs-Effekt hervor zu rufen. Nach drei bis vier Absätzen "fühlt" sich das Erlebnis an wie "Bücherlesen", nach einem weiteren Absatz entsteht ein Film.

Ich nenne es "naked Webbook".

Die Reduktion auf das notwendigste an Darstellungsformen lässt dem Leser unwahrscheinlich viel Platz im Kopf für die eigene Phantasie und wie man es von Büchern gewohnt ist, entsteht "der Film im Kopf". Diesmal aber völlig anders, intensiver und unter der Regie des Autors Fritz Lehner.

Fritz Lehenr führt Regie im Kopf seiner Leser. Und das erfolgreich und unendlich angenehm.

 

Video Clips als Regieanweisungen für den Film im Kopf

Die wöchentliche Erscheinung der "Kapitel" bzw. Folgen werden durch Kurzfilme begleitet. Vermutlich sind es diese Clips, in denen die Regieanweisungen für Setbeleuchtung, Kameraführung, Maske, Ausstattung und Ton  ganz sanft in den Kopf des Lesers eindringen und die in den "Kopfbildern" des Lesers die Stimmungen erzeugen, die in den einzelnen "Szenen" der Handlung entstehen.

Ein Thriller in Realgeschwindigkeit. Beim Lesen kann durchaus das Gefühl aufkommen, man würde dem Erzähler geradezu zusehen können, wie er seine Buchstaben zu Wörtern und die Worte zu Sätzen und die Sätze zur Geschichte formt und steht mitten in der Handlung selbst als Beobachter und fast Beteiligter an einer Handlung, die man auch fühlen und riechen kann.

Fast als ob die Geschichte in dem Moment entstünde, in der man liest und dass man liest, vergisst man während man in die Handlung eintaucht. Wenn Bücher Kino im Kopf sind, dann haben wir es hier wahrscheinlich mit Kopfkino 2.0 zu tun oder vielleicht mit so etwas wie "virtual fantasy", wer weiss.

Über die Handlung sei nicht all zu viel verraten, denn wie spannend kann eine Geschichte schon sein, deren Handlung man vorweg nimmt?

Deshalb möchte ich Ihnen das Erlebnis nicht durch inhaltliche Interpretationen und Nacherzählungen verderben. Probieren Sie es einfach selbst! 33 Folgen sollten mal für's Wochenende reichen!

Gratulation zu diesem "Projekt" und danke für das Geschenk eines völlig neuen Literaturerlebnisses!

Link zu "Magolin"...

Link zu ORF.at Artikel...

 

(Autor: Roland E. Nikitsch)

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